Dresdner Bahn - Luczak fordert: "politische Lösung jetzt!"

Das Engagement von Jan-Marco Luczak für die Dresdner Bahn ließ die B.Z. vermuten, dass er gemeinsam mit Florian Graf den Tunnel notfalls selbst graben würde.
Das Engagement von Jan-Marco Luczak für die Dresdner Bahn ließ die B.Z. vermuten, dass er gemeinsam mit Florian Graf den Tunnel notfalls selbst graben würde.
Nach Presseberichten hat das Eisenbahnbundesamt (EBA) den Planfeststellungsbeschluss zur Dresdner Bahn getroffen. Der von den Lichtenradern seit Jahren geforderte Tunnel ist nicht vorgesehen.
 
Dazu erklärt der Bundestagsabgeordnete von Tempelhof-Schöneberg und Lichtenrader Dr. Jan-Marco Luczak: „Es ist keine Überraschung, dass der Planfeststellungsbeschluss keinen Tunnel vorsieht. Ein Tunnel war nicht beantragt, deswegen konnte er auch nicht beschlossen werden. Die Forderung nach einem Tunnel war und ist immer eine politische – dafür ist nach wie vor noch Raum!

Erforderlich ist aber, dass alle Beteiligten jetzt an einem Strang ziehen und sich klar hinter die Menschen in Lichtenrade und damit hinter den Tunnel stellen. Hier ist insbesondere das Land Berlin in der Verantwortung und in der Pflicht. Das, was bis jetzt an Unterstützung gekommen ist, reicht nicht aus! Während sich etwa die Vertreter aller ostdeutschen CDU-Abgeordneten im Bundestag in einem gemeinsamen Brief an den Bundesverkehrsminister Dobrindt für den Tunnel ausgesprochen haben, hat der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) noch kein solch klares Bekenntnis zum Tunnel abgegeben. Damit wird er seiner Verantwortung für die Menschen in Lichtenrade nicht gerecht. Er muss auch seinen Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) in die Schranken weisen – dessen ablehnende Äußerungen zum Tunnel haben die Gespräche auf Bundesebene und mit der Bahn außerordentlich erschwert. Das muss aufhören!
 
Es war immer klar, dass ein Tunnel mehr Geld kosten und länger dauern würde. Es gilt aber abzuwägen: Kommt die ebenerdige Trasse würde ein ganzer Ortsteil zerstört werden. Das dürfen wir nicht zulassen. Außerdem reden wir hier von einem Bauprojekt, was die nächsten 50 bis 100 Jahre Bestand haben wird. Das relativiert Zeit und Kosten.
Ich begrüße, dass das Land Berlin dazu bereit ist, seinen Anteil an den Mehrkosten für den Tunnelbau zu übernehmen. Das muss jetzt aber auch schwarz auf weiß dokumentiert werden.
 
Dann kann letztlich auch die längere Bauzeit kein Argument mehr sein: Denn ein funktionierendes Provisorium für die Anbindung des BER brauchen wir ohnehin – dann kommt es auf wenige Jahre mehr Bauzeit nicht mehr an. Ich bin überzeugt: Wenn die Bürgerinitiative Dresdner Bahn klagt, wird sie für die Menschen in Lichtenrade Erfolg haben. Der Prozess dauert dann mindestens so lang wie wenn man sich gleich auf eine Tunnellösung verständigt und neu plant. Deswegen brauchen wir eine politische Lösung, jetzt!“

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