Gedenken an im Nationalsozialismus verfolgte Homosexuelle

Luczak legt Kranz am Denkmal im Tiergarten nieder

Zum Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz wurde überall in Deutschland an die Opfer des Nazi-Regimes erinnert. Der Tempelhof-Schöneberger CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak hat am Freitag für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion einen Kranz am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen in Berlin-Tiergarten niedergelegt. Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) und die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas hatten zu der Gedenkfeier eingeladen.

Die Nationalsozialisten hielten Homosexualität für eine „widernatürliche Veranlagung“, die „auszurotten“ sei. Schon kurz nach der nationalsozialistischen Machtübernahme wurde damit begonnen, die erste deutsche Homosexuellenbewegung vollständig zu zerschlagen: schwule und lesbische Lokale, Vereine, Verlage sowie Zeitschriften wurden verboten Im Herbst 1934 setzte die systematische Verfolgung homosexueller Männer ein. Über 100.000 Männer wurden polizeilich erfasst und rund 50.000 nach den Strafrechtsparagrafen 175 und 175a verurteilt. Etwa 10.000 schwule Männer wurden in Konzentrationslager verschleppt. Die Mehrheit überlebte diese Qualen nicht.

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