Die politische und wirtschaftliche Situation im Kosovo und in den Balkanstaaten

Die Balkanexpertin Vjollca Hajdari stellte einem großen Kreis von Interessierten der Frauen Union Lichtenrade und Freunden die politische und wirtschaftliche Lage des Kosovo vor. Erfreut waren wir, den Sicherheitsattaché der KSF der Botschaft der Republik Kosovo, Hr. Oberst i. G.  Shavit Sadrijaj und den Ersten Sekretär Hr. Abdilxhemil Saiti der Botschaft der Republik Makedonien begrüßen zu können.

Angefangen mit der Stadt Mitrovice, deren nördlicher Teil von Serbien eingenommen ist und nur noch unter Schutz der KFOR von Kosovoalbanern betreten werden darf, haben wir die ethnische Zusammensetzung des Kosovo kennengelernt. Bei dem als ethnischer Streit zwischen den Serben und Albanern dargestellten Konflikt handelt es sich in Wirklichkeit um einen erbitterten Kampf um die wichtige Bergbauregion Trepca. Alle wertvollen „Quellen“ des Kosovo wie der Bergbau, die vielen Bodenschätze und die großen Wasserreservoirs, die auch notwendig sind zur Stromgewinnung, sind von Serbien eingenommen. Damit sind zudem viele Arbeitsplätze weggefallen. Das Land wird buchstäblich ausgeblutet.

Durch die instabile Lage gibt es kaum Investitionen. Aber ohne Hilfe von außen können die Menschen kaum existieren. Ein Mangel an Assoziierungsabkommen verhindert Handelsbeziehungen auf internationalem Niveau.  Das Land ist abhängig von Importen, der EU und der Diaspora.

Alle Anwesenden sind mit einem ganz anderen Verständnis für die Lage auf dem Balkan nach Hause gegangen und wir danken unserer Referentin und den Botschaftsangehörigen für ihr Kommen. Sicherlich werden wir diese Gespräche vertiefen.

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