„Jeder Mann, der bei Mann-O-Meter abgewiesen wird, ist einer zu viel!“ Jens Spahn zu Gast in Tempelhof-Schöneberg bei Berlins schwulem Checkpoint

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn besuchte heute auf Einladung des direkt gewählten Bundestagsabgeordneten für Tempelhof-Schöneberg, Dr. Jan-Marco Luczak, Mann-O-Meter e.V. Dort informierte er sich über die HIV/Aids- Präventionsarbeit des Vereins im Herzen Schönebergs.

Seit über 30 Jahren bietet Mann-O-Meter im Schöneberger Regenbogenkiez Beratungs- Hilfs- und Präventionsangebote für schwule und bisexuelle Männer an. Seit 2007 können sie sich dort auch auf HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten testen lassen. Derzeit können diese Testungen an vier Tagen in der Woche angeboten werden – viel zu wenig, die Nachfrage übersteigt das Angebot bei weitem. In diesem Jahr wurden bereits fast 100 Männer abgewiesen, weil die Kapazitäten nicht ausreichen. Der Verein möchte daher das Testangebot ausbauen, findet aber beim rot-rot-grünen Senat kein Gehör. Die SPD-Gesundheitssenatorin Dilek Kolat hat trotz mehrfacher Anfragen für die überwiegend ehrenamtlichen Mitarbeiter von Mann-O-Meter keine Termine frei. Briefe bleiben unbeantwortet. Darüber ärgert sich der Tempelhof-Schöneberger Bundestagsabgeordnete Jan-Marco Luczak:

„Jeder Mann, der bei Mann-O-Meter abgewiesen wird, ist einer zu viel. Denn jede unerkannte HIV-Infektion beinhaltet das Risiko weiterer Ansteckungen. Berlin hat sich unter dem rot-rot-grünen Senat mit der „Fast-Track Cities Initiative to End Aids“ zum Ziel gesetzt, die Aids-Epidemie bis 2030 zu beenden. Jetzt hält es die Gesundheitssenatorin aber nicht mal für nötig, sich mit dem Verein zu treffen. Anspruch und Wirklichkeit klaffen bei r2G leider weit auseinander. Dabei würden weniger als 30.000,- Euro im Jahr ausreichen, um einen weiteren Testtag anzubieten. Das Risiko weiterer HIV-Infektionen in der Community könnte so deutlich reduziert werden. Dass Frau Kolat bisher nicht auf Gesprächswünsche reagierte und entsprechende Briefe unbeantwortet ließ, ist ein Affront gegenüber den zahlreichen, überwiegend ehrenamtlichen Mitarbeitern von Mann-O-Meter. Für diese mangelnde Wertschätzung habe ich kein Verständnis!“, so Luczak. Er versprach, sich gegenüber der Gesundheitssenatorin dafür einzusetzen, dass Mann-O-Meter mit seinen Anliegen Gehör findet.

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn lobte das Engagement des Vereins und wurde im Gegenzug auch selbst gelobt. Spahn hat nämlich dafür gesorgt, dass die Medikamente für die HIV-Prophylaxe (PrEP) künftig durch die Krankenkassen übernommen werden. Aus Sicht aller Experten ein überaus wichtiger Schritt, um das HI-Virus einzudämmen. „Während der rot-rot-grüne Senat in Berlin Ankündigungen unterzeichnet, aber sobald es konkret wird, die wertvolle Arbeit vor Ort nicht ausreichend unterstützt, setzt sich der CDU-Bundesgesundheitsminister nachhaltig für HIV-Prävention ein“, fasste Dr. Jan-Marco Luczak seinen Eindruck von dem Besuch in einem Satz zusammen.

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