Jede Chance nutzen, um Karstadt-Schließung am Tempelhofer Damm abzuwenden

Eine Schließung des Karstadt-Standorts am Tempelhofer Damm wäre ein harter Schlag für die Beschäftigten, aber auch für den Tempelhofer Damm als Geschäftsstraße. Daher muss jede Chance genutzt und jede Möglichkeit ergriffen werden, um Karstadt als stabilisierenden Ort in Tempelhof zu erhalten.

Karstadt tut dem Tempelhofer Damm gut

Hoffentlich haben die Gespräche Erfolg und am Ende wird alles gut und Karstadt bleibt am TeDamm.
Die Entwicklung des Tempelhofer Damms als Geschäftsstraße ist seit vielen Jahren äußerst problematisch. Karstadt ist wichtig, um die Abwärtsentwicklung in diesem Bereich zu bremsen. Daher bedauert die CDU-Fraktion die Entscheidung der Konzernzentrale, den Standort aufzugeben. Karstadt-Tempelhof stand schon einige Male kurz vor der Schließung, doch dieses Mal ist die Situation deutlich ernster. Die Belegschaft verdient und hat unsere uneingeschränkte Unterstützung. Es ist nicht vermittelbar, wenn Standorte, die schwarze Zahlen schreiben – was auch ein Verdienst der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist –, schließen müssten.

Ein Stück Tempelhof ginge verloren

Für den aus Tempelhof stammenden Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Bezirk, Daniel Dittmar, ginge ein Stück Tempelhof verloren, sollte Karstadt tatsächlich schließen: „Ich kann und mag mir gar nicht vorstellen, dass es Karstadt nicht mehr am Tempelhofer Damm gibt – das Warenhaus ist ein Identifikationsmerkmal des Ortsteils. Solange jedoch noch ein Fünkchen Hoffnung besteht, muss jede Chance genutzt werden, um die Schließung abzuwenden. Daher begrüße ich, dass der Senat Gespräche mit den Vermietern der Warenhäuser aufnimmt. Die ersten Signale des Vermieters von Karstadt-Tempelhof stimmen mich optimistisch“, so Dittmar.


Abwärtsspirale für den "TeDamm" droht

Der stadtentwicklungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Ralf Olschewski, befürchtet eine Abwärtsspirale, sollte Karstadt-Tempelhof abgewickelt werden: „Angesichts der nicht erst seit Corona schwierigen Lage für den stationären Einzelhandel sehe ich derzeit niemanden, der diesen Einzelhandelsstandort adäquat ersetzen könnte. Vielmehr könnte ein langer Leerstand die Folge sein, der sich negativ auf das Geschäftsstraßenumfeld auswirkt und eine Abwärtsspirale auslöst, die wir alle nicht wollen.“

Bezirk muss vorbereitet sein - Gibt es einen Plan B?

Sollte trotz aller Bemühungen ein Erhalt des Karstadt-Standorts nicht möglich sein, ist der Bezirk in der Pflicht Überlegungen anzustellen, wie es mit dem Tempelhofer Damm weitergeht. Karstadt ist ein wichtiger belebender Faktor am Tempelhofer Damm - ohne das Warenhaus droht eine Verödung.„Um eine Verödung des Bereichs am U-Bahnhof Kaiserin-Augusta-Straße zu verhindern, sollte sich das Bezirksamt rein vorsorglich Gedanken über einen Plan B machen,“ regt der CDU-Fraktionsgeschäftsführer Christian Zander an.

Zander, zugleich Vorsitzender des für das Bauen zuständigen FM-Ausschusses, erläutert: „Eine Idee wäre dann, der Bezirk verhandelte als Plan B mit dem Eigentümer, ob er es nicht selbst nutzen kann. Denn der Bezirk sucht seit langem Flächen, um die wachsende Anzahl von Mitarbeitenden (mehr als 400 Stellen sind gar nicht besetzt) unterzubringen. Aufgrund der hervorragenden Erreichbarkeit durch den direkten U-Bahnanschluss bietet sich zudem ein Umzug des aus allen Nähten platzenden Bürgeramts im Rathaus Tempelhof an. “

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